Ein großes Ende macht aus einem guten Spiel eine bleibende Erinnerung: eine Wendung, ein Gefühlsausbruch, eine letzte Einstellung, die die Kehle zuschnürt. Diese Top 50 versammelt die eindringlichsten Retro-Finale, ohne zu viel zu verraten. RomWize begleitet jeden Titel mit seiner neu bewerteten Note, seinen Versionen, deren Seltenheit und deren Sammlerwert.
"Schon in den ersten Minuten berührt dieses leuchtende Märchen durch die Zartheit, mit der es von Bindung und Verlust erzählt, noch ehe man die Tragweite der Reise erfasst hat. Die Schönheit des Schlusses liegt darin, wie er den ganz am Anfang geöffneten Kreis schließt und dem zurückgelegten Weg vollen Sinn verleiht. Getragen von Animation und Musik in vollkommenem Einklang, lässt er feuchte Augen und eine hartnäckige Erinnerung zurück."
"Ein Prequel über die Ursprünge einer Spionagelegende: Das Dschungelabenteuer endet in einer Konfrontation, in der die Pflicht sich gegen das Gefühl wendet. Die dann enthüllte Wahrheit färbt den gesamten Weg neu und zwingt dem Spieler eine letzte, bedeutungsschwere Handlung auf. Zwischen Inszenierung, Drehbuch und einer berühmten Abschiedsszene zählt dieses Ende zu den bewegendsten der Reihe."
"Nach Dutzenden Stunden in einer Welt von schwindelerregender Größe enthüllt die Geschichte nach und nach eine Wahrheit, die alles umdeutet, was man verstanden zu haben glaubte. Ihre Wucht stammt aus Hinweisen, die von Beginn an gelegt waren, in die Kulisse selbst geschrieben. Wenn die letzte Enthüllung fällt, getragen von einem unvergesslichen Thema, färbt sich das ganze Abenteuer in der Erinnerung neu."
"Auf einer windgepeitschten Klippe sammelt ein Herrenhaus die Geständnisse derer, die über Jahrhunderte in ihm lebten. Was zunächst wie eine Reihe einzelner Tragödien wirkt, erweist sich als ein geduldig gewobener Faden, und die letzten Stunden schreiben still alles um, was man verstanden zu haben glaubte. Inszenierung und Musik verwandeln diese Erkenntnis in ein Gefühl, das lange nach dem schwarzen Bildschirm nachhallt."
"Ein episodisches Überlebensdrama, gebaut auf schmerzhaften Entscheidungen: Die Geschichte ruht ganz auf dem beschützenden Band zwischen einem Erwachsenen und einem Kind inmitten des Chaos. Die Auflösung versetzt einen emotionalen Schlag, den die eigenen Entscheidungen intim gemacht haben, ohne je einen bequemen Ausweg zu bieten. Der Erfolg liegt in dieser geteilten Verantwortung, in der man das Gewicht jedes Kompromisses trägt; wenige Enden schnüren so die Kehle zu."
"Das Spiel hat Dutzende Enden, alle verschieden und oft urkomisch oder schwindelerregend. Es gibt nicht einen Schluss, sondern eine Konstellation von Ausgängen, die über freien Willen, Tod und den Akt des Spielens selbst reflektieren und die Jagd nach Enden zum Herzstück des Werks machen."
"Das Pendeln zwischen zwei Parallelwelten, in denen derselbe Held existiert oder nicht, wiegt am Ende weit schwerer als zunächst gedacht. Der Abschluss weitet abrupt den Blick: Was wie ein Inselabenteuer wirkte, erweist sich als ein Glied einer viel größeren Geschichte, in der Erinnerung, Reue und gekreuzte Schicksale einander antworten. Die thematische Dichte und die melancholische Inszenierung hinterlassen lange eine hartnäckige Spur."
"Hinter ihrer verrückten Gegenwartswelt und ihrem schrägen Humor verbirgt dieses Kinder-Epos einen Ernst, der in der finalen Konfrontation hervorbricht. Statt eines klassischen Duells nimmt die Auflösung einen unerwarteten, fremdartigen und erschütternden Weg, bei dem der Spieler intimer verstrickt wird als gedacht. Diese inszenatorische Kühnheit und die Zärtlichkeit, die sie ausstrahlt, erklären den Kult um ihren Schluss."
"Eine in der japanischen Folklore verwurzelte Erzählung: Das Abenteuer der Wolfsgöttin schreitet durch die geduldige Wiederherstellung einer verdorrten Welt voran, ihr Pinsel haucht der Landschaft Leben ein. Ihr Abschluss knüpft die Macht der Heldin an den Glauben derer, denen sie geholfen hat, und macht jede gute Tat zur entscheidenden Kraft. Malerische Pracht und dieser kollektive Aufschwung besiegeln ein leuchtendes, bewegendes Finale."
"Unter seinem flegelhaften Humor und der genüsslichen Derbheit hält das Abenteuer einen erstaunlich melancholischen Schluss bereit, in dem der Sieg eher bitter schmeckt als triumphal. Der Held wird sich plötzlich der Maschinerie des Spiels selbst bewusst, und dieser Tonwechsel rückt die ganze durchlebte Farce in neues Licht. Diese desillusionierte Klarheit, nach so viel Aberwitz eingestreut, verfolgt einen am längsten."