Die seltene Fortsetzung, die ein bereits vorbildliches Original übertrifft: reicher an Systemen, großzügiger im Dialog, ohne je die Schärfe der Kämpfe zu verwässern. Die Texte bleiben ein Höhepunkt des Genres.
Euer Urteil
Kategorie
Roguelike1 Spieler12+
Beschreibung
Die Fortsetzung des gefeierten Roguelike von Supergiant Games, 2025 in der finalen Fassung erschienen. Du führst Melinoë, Hexe und Prinzessin der Unterwelt, in den Kampf gegen den Titanen der Zeit. Zwei Erkundungsrichtungen, ein ausdauergebundenes Magiesystem und stets üppige Texte bereichern eine bereits meisterhafte Formel.
Hades II im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Der Supergiant-Stil erreicht einen neuen Gipfel: Porträts von wilder Ausdruckskraft, eine bezaubernde Palette und eine Inszenierung, die jeder Gottheit eine Seele gibt. Die Kunstausrichtung macht die griechische Mythologie zu einem lebendigen, glamourösen und sofort erkennbaren Universum.
Darren Korb setzt den Zauber des ersten Teils mit einer bezaubernden Mischung aus Rock, Folk und mystischem Gesang fort. Die Themen treiben jeden Run mit ansteckender Energie, und die erhabenen Vocal-Stücke zählen zu den einprägsamsten der jüngeren Spielgeschichte.
Das Schreiben bleibt Supergiants Signatur: Hunderte reaktive Zeilen weben eine lebendige griechische Mythologie, in der jede Gottheit Stimme, Humor und Wunden hat. Melinoë gewinnt mit jedem Tod an Tiefe, und die Geschichte schreitet gerade durch das Scheitern voran und macht das Roguelike zum mythologischen Fortsetzungsroman.
Gameplay
"Meisterhaft"
Controller in der Hand, ist die isometrische Action ein Musterbeispiel an Lesbarkeit und Schärfe: Ausweicher, Angriffe und Zauber verketten sich sofort. Die Fülle an Waffen und Segnungen erneuert das Spielgefühl unentwegt und macht Meisterschaft zum stets neuen Vergnügen.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Der Kampfspaß ist sofort da: Schon im ersten Raum verketten sich Ausweichmanöver, Zauber und Schläge mit berauschender Flüssigkeit. Die perfekte Lesbarkeit und das sinnliche Feedback jedes Angriffs machen die Action binnen Sekunden zum Genuss, noch bevor man die Tiefe der Systeme erfasst.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Die Run-Struktur ist eine Maschine des Nur-noch-ein-Versuchs: Jeder Tod schaltet Dialoge, Ressourcen und dauerhafte Verbesserungen frei, sodass Verlieren immer voranbringt. Zufällige Segnungen erneuern jeden Abstieg, und erzählerischer wie mechanischer Fortschritt sperren einen in eine schwer zu verlassende Aufwärtsspirale.
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Das wahre Ende zu erreichen kostet Dutzende Runs, und der Inhalt reicht weit darüber hinaus: zwei Erkundungsrichtungen, ein üppiger Verbesserungsbaum, zu vertiefende Beziehungen und ein Epilog, den man sich verdienen muss. Die vom Zufall befeuerte Roguelike-Wiederspielbarkeit dehnt die Lebensdauer nahezu grenzenlos.
Jedes Biom gipfelt in einem schillernden Boss mit Charakter und Dialogen, die sich über die Runs entwickeln. Ihre dichten Muster verlangen Lesen und Reflexe, und das Wiedersehen webt eine seltsame, fast intime Bindung zu den eigenen Peinigern.